Wann muss man zum Frauenarzt gehen?

Ein regelmäßiger Besuch bei Ihrer Frauenärztin ist wichtig, um Ihre Gesundheit bestmöglich zu begleiten. Wir empfehlen Ihnen, ab dem 20. Lebensjahr mindestens einmal im Jahr zur Vorsorgeuntersuchung zu kommen. Haben Sie Fragen zur Verhütung oder stehen vor dem ersten Geschlechtsverkehr? Dann ist ein Praxisbesuch auch schon früher sinnvoll.

Bei Symptomen wie Schmerzen, unregelmäßigen Blutungen oder Verdacht auf eine Infektion sollten Sie zeitnah einen Termin vereinbaren. Auch bei Kinderwunsch, Schwangerschaft oder Wechseljahren sind wir für Sie da. Regelmäßige Kontrollen erhöhen die Chancen deutlich, Zellveränderungen rechtzeitig zu entdecken, bevor ernsthafte Erkrankungen entstehen.

Praxiseingang mit Glasfront und der Beschriftung "Frauenarzt-Praxis"
Zum Frauenarztbesuch gibt es viele Fragen, die Patientinnen beschäftigen. Wir geben Ihnen die passenden Antworten, damit Sie sich vor dem Besuch bei uns möglichst wenig Gedanken machen (Bild: Freepik).

Der erste Besuch: Ab wann zur Frauenärztin?

Es gibt kein festes Alter für den ersten Frauenarztbesuch. Viele Mädchen kommen zwischen 14 und 18 Jahren zum ersten Mal in die Praxis. Ein guter Zeitpunkt ist, wenn Sie Fragen zu Ihrem Körper, zur Menstruation oder zur Verhütung haben.

Spätestens vor dem ersten Geschlechtsverkehr ist ein Besuch empfehlenswert. Dann können wir gemeinsam über Verhütung und Schutz vor Infektionen sprechen. Aber auch ohne konkreten Anlass können Sie jederzeit vorbeikommen. Die Mädchensprechstunde bietet einen entspannten Einstieg ohne Untersuchung auf dem gynäkologischen Stuhl.

Wie oft zur Vorsorge?

Die jährliche Vorsorgeuntersuchung wird ab dem 20. Lebensjahr empfohlen. Sie ist ein zentraler Baustein für Ihre Gesundheit. Die Krankenkassen übernehmen die Kosten für diese Untersuchung.

Was passiert bei der Vorsorge:

  • Gespräch über Ihr Befinden und eventuelle Anliegen
  • Abstrich vom Muttermund (jährlich für Frauen zwischen 20 und 34 Jahren; ab 35 Jahren alle drei Jahre als Kombi-Test mit HPV-Screening)
  • Tastuntersuchung der Gebärmutter und Eierstöcke
  • Ab 30 Jahren: Abtasten der Brust

Auch wenn Sie sich gesund fühlen, ist die jährliche Untersuchung sinnvoll. Viele Veränderungen verursachen anfangs keine Symptome.

Warnsignale: Wann Sie zeitnah einen Termin machen sollten

Bei bestimmten Symptomen sollten Sie nicht bis zur nächsten Vorsorge warten. Stellen Sie sich zeitnah in der Praxis vor bei folgenden Auffälligkeiten:

  • Ungewöhnlicher Ausfluss (Farbe, Geruch oder Menge verändert)
  • Schmerzen im Unterleib
  • Zwischenblutungen oder Blutungen nach dem Geschlechtsverkehr
  • Starke oder sehr unregelmäßige Periodenblutungen
  • Juckreiz oder Brennen im Intimbereich
  • Schmerzen beim Wasserlassen oder beim Sex
  • Verhärtungen oder Knoten in der Brust

Diese Symptome bedeuten nicht automatisch etwas Schlimmes. Aber eine Abklärung gibt Sicherheit und ermöglicht eine frühzeitige Behandlung.

Auch ohne Symptome: Warum Vorsorge wichtig ist

Viele gynäkologische Erkrankungen entwickeln sich schleichend. Gebärmutterhalskrebs zum Beispiel entsteht über Jahre aus Zellveränderungen, die keine Anzeichen verursachen. Durch den regelmäßigen Abstrich können wir diese Veränderungen erkennen, lange bevor sie gefährlich werden.

Auch Eierstockzysten (flüssigkeitsgefüllte Hohlräume am Eierstock), Myome (gutartige Wucherungen in der Gebärmutter) oder hormonelle Ungleichgewichte fallen oft erst bei der Routineuntersuchung auf. Je früher wir etwas entdecken, desto einfacher ist meist die Behandlung.

Vorsorge ist keine Suche nach Krankheiten. Mit regelmäßigen Kontrollen geben Sie uns die Möglichkeit, Ihre Gesundheit aktiv zu begleiten und im Ernstfall schnell zu handeln.

Besondere Lebensphasen: Wann zusätzliche Termine sinnvoll sind

In manchen Lebensphasen sind häufigere Besuche empfehlenswert:

  • Kinderwunsch: Wenn Sie schwanger werden möchten, ist ein Beratungsgespräch vorab ratsam. Wir können Ihren Impfstatus prüfen, Folsäure empfehlen und offene Fragen klären.
  • Schwangerschaft: Während der Schwangerschaft finden regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen statt. Die Abstände richten sich nach den Mutterschaftsrichtlinien.
  • Wechseljahre: Hitzewallungen, Schlafstörungen oder Stimmungsschwankungen können belastend sein. Wir beraten Sie zu Möglichkeiten, diese Phase gut zu bewältigen.

Nach gynäkologischen Eingriffen oder Erkrankungen: Je nach Situation sind engmaschigere Kontrollen nötig.

Ihre Frauenärztin in Oldenburg

Sie wünschen sich eine Praxis, in der Sie sich wohlfühlen und ernst genommen werden? Bei uns steht Ihre Gesundheit im Mittelpunkt. Wir nehmen uns Zeit für Sie und Ihre Fragen.

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