Gynäkologie

Hormonsprechstunde

Kinderwunsch

Die Begleitung von Kinderwunsch ist eine Herzensangelegenheit von Fr. Dr. Stindt. Sie hat jahrelang in mehreren Kinderwunschzentrem gearbeitet. 

Bis zum Eintritt einer Schwangerschaft darf bei regelmäßigem Verkehr ca. ein Jahr vergehen.
Voraussetzung ist jedoch das Vorhandensein eines regelmäßigen Zyklus.

Schon eher kann oder sollte der Frauenarzt aufgesucht werden:

  • wenn gar keine Blutungen auftreten
  • wenn Zyklusstörungen vorliegen (zu lang oder auch zu kurz)
  • wenn eine Eileiter/Eierstocksentzündung in der Vorgeschichte bekannt ist
  • wenn Endometriose bekannt ist
  • wenn ausgedehnte Unterbauchoperationen vorlagen
  • bei höherem Alter der Frau
  • bei bereits bekannter männlicher Einschränkung

Schon vor dem aktiven Kinderwunsch macht es Sinn verschiedene Parameter zu berücksichtigen bzw zu überprüfen:

  • Impfstatus
  • Schilddrüse
  • Vitamin D
  • Ferritin (Eisenspeicherwert)
  • ggf Infektionsdiagnostik
  • rechtzeitiger Beginn einer Folsäureeinnahme

Bitte sprechen Sie uns an und bringen Sie Ihren Impfausweis und ggf. vorhandene OP-Berichte mit!

Wir führen in unserer Praxis auch Spermiogramme durch. Kontaktieren Sie uns direkt oder besuchen Sie www.kinderwunsch-oldenburg.com

Beratung zur Empfängnisverhütung

Die Frage nach der richtigen Verhütungsmethode spielt eine große Rolle in der täglichen gynäkologischen Praxis. Derzeit wächst der Wunsch nach nicht hormonellen Verhütungsmethoden. Dennoch behalten alle Möglichkeiten der Verhütung ihre Berechtigung, da die Anforderungen an Verhütung in den unterschiedlichen Lebensphasen von Frauen sehr unterschiedlich sein können.

Möglichkeiten der nicht hormonellen Verhütung:

  • Kondom
  • natürliche Familienplanung
  • Pessar
  • Kupferspirale /-kette

Möglichkeiten der hormonellen Verhütung:

  • Pille (reine Gestagen- oder kombinierte östrogenhaltige Präparate)
  • Hormonspirale
  • Verhütungspflaster
  • Verhütungsring

Spiralen/ Hormonstäbchen

Besondere Verhütungsmethoden wie das Hormonstäbchen, Spiralen oder der Kupferperlenball erfordern eine Einlage durch den Arzt.
Präparate dieser Gruppe haben eine Liegedauer zwischen 3 – 5 Jahren. Spiralen können Hormone enthalten oder auch hormonfrei sein. Sie erfordern keine regelmäßige Einnahme und ihre Wirksamkeit ist unabhängig von z. B. Antibiotikaeinnahme oder Magen-Darm-Erkrankungen.
Hormonhaltige Spiralen können häufig neben der verhütenden Wirkung auch Blutungsstörungen oder schmerzhafte Menstruationsblutungen positiv beeinflussen.
Eine regelmäßige Kontrolle der Spirale mittels Ultraschalls wird von den Herstellern empfohlen. Diese sollte zum Teil halbjährig, mindestens aber jährlich erfolgen. Bei dieser Leistung handelt sich um eine Selbstzahlerleistung.
In der Praxis Oldenburger Frauenarzt werden die gängigen hormonfreien oder hormonhaltigen Spiralen gelegt.

Kupferspiralen

sind eine sichere, völlig hormonfreie und anwenderunabhängige Verhütungsmethode. Einnahmefehler wie bei der Pille sind ausgeschlossen. Hormonfreie Verhütung liegt im Trend und wird von vielen Frauen gewünscht. Zu beachten ist jedoch, dass für die Anwendung einer Kupferspirale ein regelmäßiger natürlicher Zyklus vorliegen sollte. Für Frauen, die von selbst nur sporadisch oder gar nicht bluten, ist die Methode weniger geeignet. Außerdem wird bei vielen Frauen die Blutung verstärkt. Wer vorher schon unter sehr starken Menstruationsblutungen zu leiden hat, dem sei eher eine Hormonspirale empfohlen.

Arten der Kupferspiralen

  • Klassische T-Form: Diese Form gibt es von vielen Herstellern und wird ab ca. 42 EUR für eine Liegedauer von 5 Jahren angeboten. Ideal für Frauen, die schon geboren haben und keine übermäßig starke Blutung haben.
  • IUB-Ballerine/Kupferperlenball: Im Gegensatz zur T-Form der meisten Spiralen, besteht der Kupferperlenball aus einer Kupferkette, die sich nach dee Einlage in die Gebärmutter zu einer innovativen Ballform verbindet. Insbesondere junge Frauen finden die Form überzeugend, da sie auch in eine sehr kleine Gebärmutter passt.
  • Gynefix/Kupferkette: Die Kupferkette ist die einzige Kupferspirale, die laut Herstellerangaben bei den allermeisten Frauen NICHT zur einer Verstärkung der Periodenblutung führt. Zurückzuführen ist dies auf die Form einer glatt in der Gebärmutterhöhle hängenden Kette, die kaum an den Wänden anliegt und somit die Schleimhaut nicht reizt. Um dennoch in der Gebärmutter zu halten, muss sie mit einem Knoten in der Gebärmutterwand verankert werden. Die Einlage erfolgt während oder am Ende der Periode. Nach Schwangerschaft und Geburt sollte die Einlage erst nach 12 Wochen erfolgen und idealerweise auch nicht, solange noch voll gestillt wird.

Hormonspiralen

Alle derzeit verfügbaren Hormonspiralen enthalten Levonogestrel (LNG) in unterschiedlichen Dosierungen. Die Liegedauern variieren vom 3-6 Jahren. Hormonspiralen reduzieren im allgemeinen die Blutungsstärke; manche Frauen hören auch ganz auf zu bluten.

  • Mirena/Levosert: höchste Hormondosierung; Liegedauer 5-6 Jahre
  • Kyleena: mittlere Hormondosierung; Liegedauer 5 Jahre
  • Jaydess: geringste Hormondosierung; Liegedauer 3 Jahre