Vorsorge


Vorsorge

Krebsvorsorge

Die Krebsvorsorge kann ab dem 20 Geburtstag jährlich erfolgen und beinhaltet je nach Alter der Patientin unterschiedliche Leistungen.

Seit 2020 gibt es hierzu eine neue Richtlinie. Die wichtigste Änderung bezieht sich auf die Abstriche für Frauen ab dem 35. Lebensjahr. Sie haben nach der neuen Richtlinie bei unauffälligem Befund nur noch alle 3 Jahre einen Anspruch auf einen Abstrich. Dieser besteht dann aus dem konventionellen Abstrich (wie bis 2020) und zusätzlich aus einem HPV-Abstrich.

Hier eine kurze Erläuterung:

  • Konventioneller Abstrich = Zellabstrich auf einem Objektträger. Das Material wird nicht aufbereitet und kann von Schleimhaut, Blut etc. überlagert werden.
  • HPV = Testung auf gebärmutterhalskrebsverursachende humane Papillomaviren. Gerade bei jüngeren, sexuell aktiven Frauen oder wenn es einen neuen Partner im Leben gibt, kann diese Untersuchung sehr sinnvoll sein, da die Viren durch Geschlechtsverkehr übertragen werden. Kondome können davor auch nicht gänzlich schützen. Eine Ansteckung kann in jedem Lebensalter erfolgen und macht keine Beschwerden.

Bei auffälligen Abstrichen erfolgen die Kontrollen selbstverständlich weiterhin häufiger; je nach Befund. In den Jahren zwischen den Abstrichen  – den sogenannten Intervalljahren- erfolgt eine körperliche Untersuchung ohne Abstrich.

In den Intervalljahren haben Sie natürlich auch die Möglichkeit auf einen konventionellen Abstrich, eine Dünnschichtzytologie und/oder eine HPV Testung – dies wären dann eine Selbstzahler-Leistungen.

  • Dünnschichtzytologie = Zellabstrich in einer Flüssigkeit. Das Material wird aufbereitet und ist dadurch klarer und deutlicher zu beurteilen. Die Aussagekraft ist höher als bei einem konventionellen Abstrich*.

* Quelle: Zytologisches Labor Jever


Blasentest NMP22 (mittels Urinabgabe)

Testung auf eine Krebserkrankung der Blase. Häufige Ursachen für Blasenkrebs sind Rauchen, häufiges Haarefärben (besonders mit dunkeln Farben) sowie manche Chemotherapeutika bei Brust- oder Eierstockkrebs. Friseure, Maler, Beschäftigte in der Chemie- Farb- und Lackindustrie sind öfter davon betroffen.
Bei vielen Frauen wird der Blasenkrebs oft erst spät festgestellt, weil das Leitsymptom „Blut im Urin“ oft für eine vaginale Blutung gehalten und somit nicht erkannt wird. Diese Leistung wird leider nciht von der Krankenkasse übernommen und ist somit eine Selbstzahlerleistung.


Darmkrebsvorsorge/iFOBT

Hierbei handelt es sich um einen immunologischen Test auf Blut im Stuhl.
Frauen im Alter zwischen 50-54 Jahren haben einen jährlichen Anspruch auf diesen Test -> Ausnahme: Sie hatten innerhalb der letzten 10 Jahre eine Darmspiegelung.
Frauen ab 55 Jahren haben alle 2 Jahre einen Anspruch auf diesen Test ODER auf eine Darmspiegelung. Nach einer Darmspiegelung haben Sie erst nach 10 Jahren wieder einen Anspruch auf einen iFOBT oder eine weitere Darmspiegelung. Sie können diesen Test in unserer Praxis natürlich jederzeit als IGeL durchführen lassen (Selbstzahlerleistung).


Chlamydien-Screening

Chlamydia trachomatis ist eine Infektionserkrankung, die durch Geschlechtsverkehr übertragen werden kann. Sie verläuft oftmals ohne Symptome. Unbehandelt kann sie im schlimmsten Fall zur Kinderlosigkeit führen. Bei einem positiven Test wird die Infektion mittels Antibiotikagabe behandelt.
Frauen haben im Rahmen der Empfängnisregelung und der Krebsvorsorge bis zum 25. Geburtstag einen Anspruch auf eine jährliche Testung. Hierzu müssen Sie lediglich etwas Urin abgeben.
Sie können diese Leistung aber jederzeit als IGeL in Anspruch nehmen.


Impfungen

Impfungen sind eine der wahrscheinlich effektivsten präventiven Errungenschaften der Medizin. Nach Schätzungen der WHO (world health organisation) werden durch Impfungen jährlich zwei bis drei Millionen Leben, vorrangig Kinder, gerettet. Eine Impfung ist jedoch nie nur ein Schutz für das geimpfte Individuum, sondern auch der Gemeinschaft, wenn dadurch weniger erkrankte Überträger weitere Personen anstecken können (sogenannter Herdenschutz). Um diesen zu erreichen ist demnach nicht nur die flächendeckende Grundimmunisierung von Kindern erforderlich, sondern auch die lebenslange Teilnahme an Auffrisch – und Standardimpfungen durch Erwachsene.

Impfungen bei Kinderwunsch: Frauen mit Kinderwunsch sollten schon vor Eintritt einer geplanten Schwangerschaft ihren Impfstatus überprüfen und ggf. aktualisieren lassen; insbesondere hinsichtlich Röteln, Varizellen, da diese Lebendimpfungen sind und nicht während der Schwangerschaft verabreicht werden können. Auch Ehemänner, Partner und andere haushaltsnahe Personen, zB. Großeltern, sollten ihren Impfschutz prüfen und aktualisieren, um den Säugling zu schützen. So sind gerade junge Familien besser geschützt. Sprechen Sie uns an.

Impfungen ab 60 Jahren: Es gibt einige Impfungen, die erst ab einem bestimmten Lebensalter erfolgen; wie z. B. Pneumokokken und Varizella Zoster.

Impfungen in unserer Praxis: Wir bieten die folgenden Impfungen in unserer Praxis an
– Covid-19 (Coronavirus)
– Tetanus (Wundstarrkrampf)
– Diphtherie
– Pertussis (Keuchhusten)
– Poliomyelitis ( Kinderlähmung)
– Pneumokokken (Lungenentzündung)
– MMR (Mumps, Masern, Röteln)
– Varizellen (Windpocken)
– Influenza (Grippe)
– Varizella Zoster (Gürtelrose)
– HPV (humane Papillomaviren)